Die 3 Schichten der Altersvorsorge

Die 3 Schichten der Altersvorsorge haben mit der Einführung des AEG-  Alterseinkünftegesetzes im Jahre 2005 eine weitreichende Bedeutung.

Für die 3 Schichten der Altersvorsorge, ist daher der  Schichtenvergleich eine zwingende Notwendigkeit, um die tatsächlichen Steuerersparnisse zu berechnen.

Die Förderung der 3 Schichten der Altersvorsorge darf nicht nur in der Sparphase, sondern muss auch in der Rentenphase berechnet werden.

Die 3 Schichten der Altersvorsorge haben nicht nur einen Einfluss auf die steuerliche Betrachtung, sondern haben einen erheblichen Einfluss auf das Bezugsrecht im Todesfall in der privaten Altersvorsorge.

Der Vorsorgeexperte Helmut Jäger stellt in den Gesprächen mit den Die 3 Schichten der AltersvorsorgeVersicherungsnehmern immer wieder fest, das die 3 Schichten der Altersvorsorge nicht umfassen und klar dargestellt werden.

Allein die Steuerbefreiung und die Beitragsbefreiung von der Sozialversicherungspflicht einzelner Vertragsformen der 3 Schichten der Altersvorsorge, reichen nicht aus.
Auch die Steuer in der Rentenphase und die Verbeitragung in der GKV müssen berechnet und in die Entscheidungen einbezogen werden.

Der Vorsorgeexperte Helmut Jäger berichtet im nachfolgenden Video über die 3 Schichten in der Altersvorsorge:

 

Die 3 Schichten der Altersvorsorge:

Wichtig, die Förderung der 3 Schichten der Altersvorsorge in der Sparphase:

Förderung der 3 Schichten der Altersvorsorge, Schicht 1:

Steuerlich gefördert werden die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und zur privaten Rürup Rente

Die maximale  steuerliche Förderung der Schicht 1 im Jahre 2015 beträgt 22.172,– € für alleinstehende und 44.374,– für verheiratete Versicherungsnehmer.
Im Jahre 2015 werden jedoch nur 80 % der Beitragsleistung gefördert.

Beispiel: Beitragsaufwand 4.000,– € X 80 %  = 3.200,– unter Anrechnung des individuellen Steuersatzes.
Die Förderung erhöht sich jährlich um 2 % und erreicht im Jahr 2025 die 100 %.

Förderung der 3 Schichten der Altersvorsorge, Schicht 2:
Riester Rente:
Die Förderung der Riester Rente erfolgt in der Sparphase, durch Zulagen und der Günstigerprüfung mit der möglichen Steuerersparnis.

Zulagen der Riester Förderung:
Grundzulage 154,–
Kinderzulage bis 185,–Kinder geboren ab 2008 300,– €.
Um die maximale Förderung in Anspruch zu nehmen, müssen 4 % vom Bruttoentgelt als Beitrag entrichtet werden.
Der Mindestbeitrag beträgt 60,– €.
Die 60,– müssen auch bei indirekter Förderung entrichtet werden.

Der maximale Beitrag beträgt seit 2008 beträgt 2.100,– € incl. der Zulagen.

Betriebliche Altersvorsorge, BAV:

Es werden insgesamt 5 Durchführungswege in der BAV, im Rahmen der 3 Schichten der Altersvorsorge gefördert.

  • Die Direktversicherung.
    Maximaler geförderter Beitrag im Jahr 2015, 242,– € monatlich, oder 2.904,– €  p.a.
    Der Betrag kann um 1.800,– € erhöht werden, wenn keine Pauschalversteuerung nach            § 40 b EStG durchgeführt wird.
    Der Beitrag kann über Gehaltsverwendung, Arbeitgeberbeiträge oder über einen Mischbeitrag finanziert werden.
    Neben der Steuerersparnis werden keine Sozialversicherungsbeiträge bis zu einem Betrag von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze erhoben.
    Neben der BAV als Rente, kann auch das Risiko der Berufsunfähigkeit im Rahmen der Direktversicherung versichert werden.
  • Pensionskasse.
    Die Pensionskasse ist eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung, die von einem oder mehreren Unternehmen getragen wird.
    Die Förderung der Beiträge für Arbeitnehmer zur Pensionskasse, unterliegen den gleichen Regel, wie die Beiträge zur Direktversicherung.
  • Pensionsfonds:
    Der Pensionsfonds ist eine vom Unternehmen unabhängige und selbstständige Versorgungseinrichtung, die Altersvorsorgeleistungen erbringt.
    Der Pensionsfonds unterliegt der staatlichen Versicherungsaufsicht.
    Die Altersvorsorgeleistungen des Pensionsfonds werden durch Pensionspläne geregelt.
    Es gelten die gleichen Förderhöchstgrenzen wie in der Direktversicherung und der Pensionskasse.
  • Die Unterstützungskasse.
    Die U – Kasse ist eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung mehrerer Trägerunternehmen.
    Die Unterstützungskasse übernimmt für den Arbeitgeber die Verwaltung bei der Durchführung der betrieblichen Altersversorgung.
    Der Arbeitgeber ist Trägerunternehmen der Unterstützungskasse und entrichtet die Beiträge.

    Die kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse, sichert ihre Leistungen durch den Abschluss von Lebens- oder Rentenversicherungen bei einer Versicherungsgesellschaft.
    Die Unterstützungskasse zahlt nach dem Leistungsplan eine einmalige Kapitalzahlung oder eine laufende Rentenzahlung.
    Die Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenleistungen können in den Leistungsplan aufgenommen werden.
    Die Beiträge sind für Arbeitnehmer in voller Höhe lohnsteuerfrei und bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungsfrei.
    Die Leistungen werden als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit versteuert.

    Weitere Informationen

  • Die Pensionszusage.
    Mit der Pensionszusage verpflichtet sich das Unternehmen seinen Arbeitnehmern eine Versorgung zu bezahlen.
    Eine Pensionszusage kann die unterschiedlichsten Leistungen zur Rente, zur Absicherung der Arbeitskraft und der Hinterbliebenenversorgung beinhalten.
    Für die Pensionszusage müssen Rückstellungen in der Bilanz gebildet werden.
    Die Rückstellungen mindern den steuerpflichtigen Gewinn.
    Die finanziellen Risiken können, sollten mit entsprechenden Rückdeckungsversicherungen
    abgedeckt werden.
    Eine Pensionszusage ist keine Form der Regelvorsorge im Rahmen der 3 Schichten der Altersvorsorge.
    Die Pensionszusage verlangt absolute Kompetenz der handelnden Personen.

Bei der Auswahl der 3 Schichten der Altersvorsorge, sollte die Beitragspflicht zum PSVaG mit einbezogen werden.
Die Kosten z. B. bei der kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse, müssen eine wirkliche Sicherheit bringen und nicht nur zur Finanzierung des PSVaG dienen.

Die Förderung der betrieblichen Altersvorsorge gehört zu den 3 Schichten der Altersvorsorge, die nicht nur in der Sparphase sondern auch in der Leistungsphase berechnet und bewertet werden müssen.

Förderung der 3 Schichten der Altersvorsorge, Schicht 3:

Die private Altersvorsorge:

Die privaten Renten im Rahmen der 3 Schichten der Altersvorsorge unterliegen keiner besonderen Förderung in der Sparphase.
Die Beiträge werden aus dem versteuerten und verbeitragtem Nettoeinkommen finanziert.

Die nachgelagerte Besteuerung der Schicht 1 + 2, der 3 Schichten der Altersvorsorge.

Neben der nachgelagerten Besteuerung ist das Bezugsrecht der Leistungen der Schichten 1 und 2 der Altersvorsorge von immer größerer Bedeutung.

Die nachgelagerte Besteuerung.

Alle Renten der Schicht 1 und 2 der Altersvorsorge unterliegen im Rahmen des AEG = Alterseinkünftegesetzes, in der Rentenphase der vollen Besteuerung.
Alle Einkunftsarten werden zusammengefasst und der Besteuerung zugeführt.

Wie hoch eine Besteuerung in der Rentenphase ausfällt, ist wesentlich von der individuellen und persönlichen Ausgangssituation aus zu bewerten.
In der Schicht 1, der 3 Schichten der Altersvorsorge gibt es noch eine Übergangsregelung in der Besteuerung bis zum Jahre  2040.
Danach greift die volle, nachgelagerte Besteuerung.

Ertragsanteilsbesteuerung der Renten aus Schicht 3:

Alle 3 Schichten der Altersvorsorge wurden durch das Alterseinkünftegesetz = AEG mit Einführung im Jahre 2005 betroffen.
Die steuerfreie Auszahlung der Lebensversicherung unter bestimmten Vorgaben wurde durch das Halbeinkünfteverfahren ersetzt.
Wird das Kapitalwahlrecht statt einer Rente in Anspruch genommen, werden die einbezahlten Beiträge der Auszahlung gegenübergestellt.
Der Überschuss wird zu 50 % besteuert. Zu beachten ist bei der Kapitalzahlung die Steuerprogression, da bei Zugang der Erträge alle Einkunftsarten zusammengefasst werden.

Bei laufenden Renten greift die Ertragsanteilsbesteuerung

Beispiele einer Besteuerung der Schichten 1 und 2 gegenüber der Ertragsanteilsbesteuerung.
Der Steuersatz wird durch die Steuerklasse und den zu verteuernden Einkommen beeinflusst.

Wenn ein Vergleich der nachgelagerten Besteuerung mit der Ertragsanteilsbesteuerung vorgenommen werden soll, sehen wir den Grenzsteuersatz als Rechengröße.
Das wird durch die Steuerhöhe bestimmt.

Monatliche Rente von 1.000,– €  in der nachgelagerten Besteuerung mit 25 % berechnet.
In der Gegenüberstellung die Ertragsanteilsbesteuerung von 18 % mit dem 65. Lebensjahr:

Nachgelagerte Besteuerung 1.000,– €  mit 25 % ergibt eine Steuer von monatlich 250,– €.

Die Ertragsanteilsbesteuerung von 1.000,– € mal 18 % Ertragsanteil = 180,– € mit 25 % besteuert, ergibt eine tatsächliche Steuer von 45,– €.
Eine Steuerdifferenz von 205,– € monatlich.
Es handelt sich bei dieser Berechnung aus den 3 Schichten der Altersvorsorge, um eine einfache Berechnung, stellt jedoch die Systematik dar.

Alle Renten aus den Schicht 1 und 2 werden(abgesehen von der Übergangsfrist in Schicht 1) im Rahmen der 3 Schichten der Altersvorsorge nachgelagert besteuert.

Verbeitragung in der gesetzlichen Krankenversicherung der 3 Schichten der Altersvorsorge:

Schicht 1:
Die gesetzliche Rente wird verbeitragt in der KVdR.

Die Rürup Rente wird bis zur Beitragsbemessung, nur für freiwillig Versicherte in der GKV zur Beitragspflicht herangezogen.

Schicht 2:
Die gesetzliche Krankenversicherung kann keine Beiträge zur  Riester Renten erheben, wenn Beiträge zur KVdR entrichtet werden.
Freiwillig Versicherte werden jedoch bis zur Beitragsbemessungsgrenze auch hier zur Beitragspflicht heran gezogen.
Alle Renten aus der BAV, gleich welcher Durchführungsweg, unterliegen der Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Schicht 3:
Rentner mit KVdR entrichten keine zusätzlichen Beiträge.
Freiwillig Versicherte werden bis zur Beitragsbemessungsgrenze auch hier zu Beitragspflicht heran gezogen.
Bezugsrecht der 3 Schichten der Altersvorsorge.

Schicht 1:
Die Hinterbliebenenversorgung in der gesetzlichen Rentenversicherung ist klar und eindeutig geregelt.
Witwen- bzw. Witwerrenten und Waisenrenten sind klar geregelt.
Die Rürup Rente ist ein private Altersvorsorge und unterliegt den gleichen Regeln wie die GRV.

Leistungen einer Rürup Rente können nicht vererbt werden, wenn kein Recht auf eine Witwen- oder Witwerrente bzw. Waisenrente besteht.

Die Versicherungsnehmer vererben das angesparte Kapital der Versichertengemeinschaft, was in den meisten uns bekannten Fällen nicht angestrebt wurde.

Der Vorsorgeexperte Helmut Jäger kritisiert in vielen Fällen, die mangelnde Information und damit die notwendigen Transparenz in der Versicherungswirtschaft.

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